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Letzte Instanz: Ewig Drucken E-Mail
Geschrieben von: Wolfgang Hesse   
Freitag, den 24. August 2012 um 22:07 Uhr

cover letzte instanz - promo - netinfectLabel: Drakkar Entertainment
Genre: Brachial-Romantik (Alternative, Rock, Gothic)
Erscheint: 31. August 2012

Auch die Arbeiten an einer Trilogie gehen einmal zu Ende. In dreieinhalb Jahren haben es die Letzte Instanz geschafft mit drei Alben diesen Kreis zu schließen. Nachdem in "Schuldig" der Unschuldsengel und der weibliche Teil im Mittelpunkt standen, übernahm der weiße Krieger in "Heilig" die Handlung und verkörperte damit das Männliche. Beide Figuren treffen quasi in einem Endzeitszenario aufeinander, wie es Ingo Römling auf seinem Cover-Artwork darstellt, und symbolisieren somit die Ewigkeit.


"Jeder Heilige hat eine Vergangenheit und jeder Schuldige eine Zukunft  … und das wird 'Ewig' [so] sein."

"Ewig" beginnt wie auch die beiden Vorgängeralben mit einem Intro. Diesmal steht das Finale im Mittelpunkt. Diesem gesprochenen Text liegt ein abgewandeltes Zitat Oscar Wildes zugrunde. Der Gedanke zieht sich durch die gesamte Trilogie. Bereits schon vor der Produktion von "Schuldig" stand er im Mittelpunkt der künstlerischen Überlegungen.

Mit dem Finale ist ein Album entstanden, das erfrischend anders klingt. Die Musiker haben es sich nicht leicht gemacht und es ist auch mehr Zeit seit "Heilig" vergangen. Das Resultat kann sich sehen lassen. Es verbindet viele musikalische Welten und ist wie schon eh und je die Letzte Instanz selbst nicht so recht einzuordnen. Brachial und romantisch sind die Lieder auch weiterhin: eine Mischung aus Rock, Metal, Gothic, Folk und Pop.

Musikalisch beginnt das Intro "Aeternitas" (lat. Ewigkeit) mit mystischen und synthetischen, teilweise orientalischen Klängen, verstärkt durch treibende Paukenschläge. Zwangsläufig kommt nach den Worten "und das wird ewig so sein" der Titelsong. Dieser beginnt recht ruhig und gibt dann gleich mit treibenden Gitarren mächtig Gas. Somit steigt die Band mit einem gewaltigen Opener in die neue Veröffentlichung ein.

Auch das folgende Stück "Nur Für Uns" klingt unverwechselbar nach der Instanz. Akustische Gitarrenklänge eröffnen das Stück, das kraftvoll von einem breiten Klangteppich übernommen wird. Im Text suchen die sieben Musiker nach einer eigenen Welt.

Wut und Hoffnung

Es folgt mit "Blind" ein Duett. Wie schon auf "Schuldig" und "Heilig" haben sich die Letzte Instanz eine Gastsängerin ins Studio geholt. Diesmal übernimmt Sotiria Ria Schenk von Eisblume diesen Part. Warum gerade Eisblume? Vielleicht auch deshalb, weil das im Februar diesen Jahres erschienene zweite Album der Band ebenfalls den Titel "Ewig" trägt? Zumindest passen die Stimmen von Holly und Ria sehr gut zusammen und untersetzen den gesungenen Text dramatisch. "Verdammt, mach die Augen auf", rufen beide heraus und prangern damit die allgegenwärtige Oberflächlichkeit an. Ein dezent und sanft gespieltes Gitarrensolo, in der Mitte des Songs sei hier vielleicht noch als zusätzliches Highlight zu nennen.

Mit "Regenbogen" ist der Letzten Instanz eines der besten Songs auf diesem Album gelungen. Es beschreibt die Hoffnung, die hinter den Tränen, die vergossen werden, steht. "Irgendwann wird die Sonne wieder durch die Tränen einen goldenen  Regenbogen werfen".

Ähnlich hoffnungsvoll begegnet uns "Wieder Einmal Rot", ein vom Schlagzeug getriebenes Stück. Die tiefe, kraftvolle und energiegeladene Stimme von Holly Loose ruft dazu auf, die Sehnsucht nicht aufzugeben, dass aus Schwarz wieder einmal Rot werden wird.

"Tausendschön" heißt der nächste Track und diesen Namen trägt auch eine EP, die der  Septemberausgabe des Sonic Seducer beiliegt. Hier sind neben Specialversionen von Albumsongs auch zwei Liveaufnahmen aus dem Jahr 2009 zu finden. "Tausendschön" selber hat eine eingängige Melodie und ist recht radiotauglich. Das Lied beschreibt die vergeblichen (tausendfachen) Versuche, das Leben zu meistern, und schließlich das Ende dieser Hoffnung. "Der Winter weilt schon lange im Herzen." Mit harten Gitarrenklängen klingt das Lied instrumental aus und endet mit einem langen verzerrten Riff.

Schwarz und mystisch

Harte Rockgitarren leiten "Schwarzer Sand" ein. Es ist ein Sound, der der Band gut zu Gesicht steht. Der Text lässt tief in eine traurige und unglückliche Seele schauen. "In mir ist alles schwarz", resümiert der Sänger. Es ist ein Lied für die Anhänger jener Szene, die der Band all die Jahre treu geblieben sind.

Das nachfolgende Instrumental "Et In Arcadia Ego" (lat. Auch ich war in Arkadien) übernimmt diesen metal-rockigen Sound und lässt ihn mit langen geheimnisvollen Riffs, begleitet vom kräftigen Schlafzeug, ausklingen. Das sind Töne, die man wohl auf einem Instanzalbum nicht erwartet hätte.

Ganz anders geht es mit "Von Anfang An" weiter. Die einprägsame Rockballade hat Ohrwurmcharachter. Als Singleauskopplung und als freien MP3-Download bei Amazon ist sie bereits erhältlich. Dazu erschien zeitgleich der hoch über den Dächern Berlins gedrehte Videoclip zum Song. Es ist ein Lied, an dem auch ein breiteres Publikum Gefallen finden wird.

Die Ballade "Wo Das Meer" ist akustisch instrumentiert. Sie beschreibt melancholisch das Ende einer langen Durststrecke und wird am Ende orchestral begleitet. Das Anti-Kriegslied Schuld schließt sich an, das das Thema Schuld, Sühne und (heiliger) Krieg anprangert, denn "wir alle verlieren" dabei.

Rhythmisch und mitreißend

"Unterwegs" und "Sing" sind zwei Lieder, die während der Konzerte ihre wahre Kraft entfalten werden. Rhythmisch und mitreißend werden sie die Zuhörer animieren mitzumachen. "Sing" ist ein Lied über die Angst und den Mut, über seinen eigenen Schatten zu springen. Ein paar Ratschläge, wie das zu schaffen ist, haben die Musiker auch gleich parat.

Melancholisches zum Ausklang

"Mein Kind" heißt der melancholische Abspann der Normalauslage des Albums. Während Benni Cellini sein Cello zupft, beschreibt Holly Loose im Text die Sehnsucht eines Vaters nach seinem Kind, das er nicht sehen darf. So versucht er über die Gedanken eine Brücke zu schlagen, um in den Träumen mit ihm zusammen sein.


Nach dem ersten Hören des neuen Albums "Ewig" kann man sich eines leichten "Wow" nicht entziehen. Es ist ein neuer Weg, den hier die Letzte Instanz beschreitet, und es ist ein guter Weg. Die Lieder sind melancholisch, nachdenklich und mitreißend, ohne den Anspruch auf Tiefgang zu verlieren. Der Zuhörer wird animiert, über Ewigkeit, Unendlichkeit, sein Leben, das Miteinander und den Umgang mit dem Gegenüber nachzudenken. So markiert das Finale der Trilogie auch den Beginn eines weiteren Pfades, denn die Brachialromantiker der Letzten Instanz sind ständig unterwegs.

Trackliste
01. Aeternitas
02. Ewig
03. Nur Für uns
04. Blind (feat. Eisblume)
05. Regenbogen
06. Wieder Einmal Rot
07. Tausendschön
08. Schwarzer Sand
09. Et In Arcadia Ego
10. Von Anfang An
11. Wo Das Meer … 
12. Schuld
13. Unterwegs
14. Sing!
15. Mein Kind
16. Der Fährmann (Bonus Limited. Ed.)
17. Der Wind (Bonus Limited. Ed.)

Band
Holly Loose: Gesang
Holly D.: Gitarren, Gesang
Oli: E-Gitarre 
M. Stolz: Violine
Benni Cellini: E-Cello
Michael Ende: Bass
David Pätsch: Schlagzeug

---> Video "Von Anfang An"



Termine 2012


Release-Partys
31.08.12 Leipzig, Darkflower/ DJ-Set M.Stolz und Holly Loose
07.09.12 Frankfurt am Main, Final Destination/ DJ-Set M.Stolz mit M.Stolz und Holly Loose
08.09.12 Mülheim a. d. Ruhr, T.I.C./ DJ-Set M.Stolz mit Holly Loose und M. Stolz

Rock Talk
06.09.2012 Berlin, theARTer Galerie 

Tour zum neuen Album
01.09.12 Festung Königstein, Königstein - Album-Release-Konzert & LI-Fantreffen - Support: Lord of the Lost
16.09.12 Jena - Altstadtfest  Eintritt Frei!
10.10.2012 Köln, Live Music Hall - Support: Lord of the Lost 
11.10.2012 Bochum, Matrix - Support: Lord of the Lost
12.10.2012 Hannover, Musikzentrum - Support: Lord of the Lost
13.10.2012 Hamburg, Grünspan - Support: Lord of the Lost
17.10.2012 Wien (Österreich) - Support: Lord of the Lost
18.10.2012 München, Backstage - Support: Lord of the Lost
19.10.2012 Karlsruhe, Substage - Support: Lord of the Lost
20.10.2012 Pratteln (Schweiz), Z7
24.10.2012 Frankfurt, Batschkapp - Support: Lord of the Lost
25.10.2012 Nürnberg, Hirsch - Support: Lord of the Lost
26.10.2012 Leipzig, Werk 2 - Support: Lord of the Lost
27.10.2012 Berlin, Kesselhaus - Support: Lord of the Lost


Weitere Infos
Letzte Instanz Bandhomepage: www.letzte-instanz.de
Letzte Instanz bei MySpace: www.myspace.com/letzteinstanz
Letzte Instanz bei Facebook: www.facebook.com/home.php?#!/pages/Letzte-Instanz/20717251437?ref=ts
Offizieller Fanclub: www.vrli-fanclub.de


Bei Rezianer

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Vielen Dank an netinfect für die Bereitstellung des Rezensionsmaterials und die Unterstützung durch KunstMedienPlatz!