Rabenschrey – Exzessivus Drucken E-Mail
Geschrieben von: Sascha Richter   
Sonntag, den 26. September 2010 um 22:51 Uhr

RabenschreyLabel: Totentanz Records/ Soulfood
Genre: Metal/Mittelalter
Erschienen:
24. September 2010


Das Intro des inzwischen neunten Studioalbums stimmt mit einem seichten Flötensolo, welches sich langsam steigert, ein. Mit etwas Verzögerung kommt nun eine E-Gitarre hinzu und die Melodie ufert in das erste Lied.

 

"Laufe" beginnt fröhlich-stimmungsvoll, getrieben durch Gitarrenriffs und Schlagzeug, geradezu energiegeladen. Mit "Heiden tanzen" geht es leicht schneller und wesentlich kraftvoller weiter.

"Der Kreis" setzt die Steigerung gekonnt fort. War davor bereits ein kämpferisches Wesen in Rhythmus und Text erkennbar, tritt dieses nun klar hervor. Der Text handelt von üblichen Metal-Festivals und nimmt Bezug zum Verhalten der Besucher.

"Bilder Auf Die Haut" wirkt leicht melancholisch und sorgt mit eher ruhiger Melodie für Entspannung. Wie bereits im Titel angedeutet, handelt es von einem Menschen, der sich tätowieren und gern als "Leinwand" zur Verfügung stellen möchte.

Der "Puppenspieler" wiederum bringt mehr Geschwindigkeit und Kraft ins Geschehen, geht es doch um einen Strippenzieher, der einen Menschen nach seinem Willen tanzen lässt.

"Veris" setzt an dieser Stelle mit einer erneuten Steigerung in Form von kraftvollen Passagen ein, unterstützt durch tiefe Stimmlagen, die sich mit locker beschwingten, flötenlastigen, Teilen abwechseln. Wunderbar kommen Gitarre und Schlagzeug in "Halt Mich Fest" zur Geltung und heben die Stimmung.

"Drachenboot" nimmt den Hörer mit auf eine fröhliche, doch auch gefahrvolle Reise mit, an deren Ende reiche Beute wartet, was auch von Rhythmus-Instrumenten wiedergegeben wird.

"Kraftvoll" besitzt ebenfalls einen treffenden Namen. Die Bedeutung dessen wird anhand der Stimmlagen sowie starker Gitarrenklänge bereits zu Beginn des Liedes illustriert. Zwischendurch lehnen ruhigere Stellen an das Sprichwort "In der Ruhe liegt die Kraft." an.

Mit dem Refrain "Bück Dich, Fee!" macht "Wünsch dir was" klar, dass es nicht immer ratsam ist, als gute Fee drei Wünsche zu gewähren. Die Klänge unterstreichen das, laden aber auch einfach zum Genuss des Liedes ein. Daran knüpft "Die Kirche brennt" an. Mit wohl komponierten Melodien lässt die tiefe Stimme des Frontmanns Donar eine Kirche auflodern.

"Geschöpfe der Nacht" könnte aus dem Mund eines Vampirs oder Werwolfs stammen. Edel, ruhig und eindringlich klingt die Stimme, die von Gitarre und Schlagzeug dezent begleitet wird und die Gelassenheit eines nächtlichen Jägers ausstrahlt. Als erneute energetische Spitze spricht "Ich Hasse Euch" den ewigen Außenseitern und Träumern als Kampfansage aus der Seele.

In "Strauch Aus Dornen" kann sich der Hörer wunderbarer Gitarrensoli hingeben, wie der fiktive Erzähler, welcher sich schließlich über blühende Rosen in seinem Herzen erfreuen darf.
Mit ruhigen, elektronisch angehauchten Klängen prangert dagegen "Stumpf" die Ideallosen und Abgestumpften an.

"Metalalter" nennen sie selbst ihre Kombo aus Folk, Mittelalter, Rock und Metal. Das flammengerahmte Cover und der Name "Exzessivus" des Albums verraten schon viel über Art und Inhalt, was sich zum exzessiven Genuss, gerade auch tänzerischer Natur, eignet, indem die Kraft der Musik auf die Hörer übertragen wird.


Trackliste
1   Inro
2   Laufe
3   Heiden Tanzen
4   Der Kreis
5   Bilder Auf Die Haut
6   Puppenspieler
7   Veris
8   Halt Mich Fest
9   Drachenboot
10 Krafvoll
11 Wünsch Dir Was
12 Die Kirche Brennt
13 Geschöpfe Der Nacht
14 Ich Hasse Euch
15 Strauch Aus Dornen
16 Stumpf


Band:
Donar von Rabenschrey: Gesang, Flöten, Didgeridoo
Ivaldis der Sanftmütige: Gitarre
Ragnar vom Knochenberg: Bass
Axt von Octalon: Schlagzeug

Homepage: http://www.rabenschrey.de
MySpace: http://www.myspace.com/rabenschrey