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Musik mit Tiefgang – Stoppok bei den 8. Geraer Songtagen Drucken E-Mail
Geschrieben von: Wolfgang Hesse   
Mittwoch, den 08. April 2015 um 17:51 Uhr

Stoppok in Gera - Songtage 2015"Blues ist das Beste, was es gibt, wenn man ihn konsequent vor sich herschiebt!" singt Stoppok in seinem "Schieber Blues" und verbindet damit Blues mit der deutschen Sprache. "Das Beste ist, wenn er solo zu hören ist", meint Daniel Zein zu Beginn des Geraer-Songtag- Konzertes und freut sich, dass nach sechs Jahren der mitreißende Entertainer, kluge Geschichtenerzähler und passionierte Gitarrist wieder bei dem Festival handgemachter Musik in Gera dabei ist.

16 Studioalben und kein Ende in Sicht

In einem mehr als ausverkauften Volkshaus Zwötzen warten die Fans gespannt auf den mit dem Deutschen Kleinkunstpreis in der Kategorie Chanson, Lied und Musik Ausgezeichneten.

Mit Musik, die ins Ohr geht, Texten mit Inhalt und Spontan-Witz zieht der in Hamburg geborene Multi-Instrumentalist von der ersten Sekunde in seinen Bann. Der Sound, den der Solist aus seinem Instrumentarium mit Gitarre und Schlagwerk herausholt, klingt voll und gewaltig. 16 Studioalben hat Stoppok inzwischen eingespielt.

Das letzte heißt "Popschutz" und kam 2014 auf den Markt. Stoppok bezeichnet dieses Album als so etwas, wie ein weiteres Debütalbum. So eng bringe es sein musikalisches Schaffen auf den Punkt.

Die Autokennzeichen verraten, man ist weit gefahren, um in Gera dabei zu sein

Die Besucher kennen die Lieder, oft wird mitgesungen und frenetisch applaudiert. "Ich hab immer schon als kleines Kind davor geträumt, Ostersamstag mal in Gera zu sein, nun endlich", begrüßt Stoppok aufmunternd die Lauschenden.

Stoppok Gera Songtage 2015"Auf festen Grund", eine feste Meinung, "Haltung zeigen, Aufrecht gehen" finden sich immer wieder in seinen Texten, eine Einstellung, die sich durch das gesamte Schaffen des Singer/Songwriters zieht. "La Kompostella", ein Lied über die grenzüberschreitende Müllentsorgung, stammt von "Popschutz" und wird zur Publikumshymne. "So grün ist das Gras, darunter arschbraune Erde. Den goldenen Sarg ziehen vier weiße Pferde.", heißt es in dem poetischen Text.

Mit seinem "Schieber Blues" sollte eigentlich Schluss sein. Doch, Zugaben, na klar, da gibt es keine Frage. "Was wollt ihr hören? An dieser Stelle gibt es jetzt unendliche Möglichkeiten, fragt Stefan Soppok sein Publikum in Gera, "Was sich rauskristallisiert hat ist 'Learning by Burning'", meint der Hobbypädagoge, wie er sich selbst bezeichnet.

Gerade bei den Zugaben erreicht die Stimmung ihren Höhepunkt und kann kaum einen mehr auf seinem Platz halten. "Willi Moll in Afrika", parodiert den Sensationstourismus und mit der Ballade "Wie Tief Kann Man Sehen" setzt Stoppok einen ruhigen Schlusspunkt.

Das Konzert zeigt, dass der Künstler aus dem Ruhrpott eine feste Größe in der deutschen Liedermacherszene ist und ganz zu Recht in diesem Jahr die ehrenvolle Ehrung in Mainz erhalten hat. "Komm bald mal wieder", ruft jemand aus dem Publikum. Diesem Wunsch könnte Stoppok nachkommen, macht er doch am Ende des Konzertes einen überaus zufriedenen Eindruck.

Weitere Infos
Stoppok Homepage: www.stoppok.de
Songtage Homepage: www.songtage-gera.de
Verleihung Deutscher Kleinkunstpreis 2015: www.3sat.de

Vielen Dank an DAKE Events und artfullsounds für die Akkreditierung!