Coma Divine - Dead End Circle Drucken E-Mail
Geschrieben von: Wolfgang Hesse   
Samstag, den 30. Juli 2011 um 10:35 Uhr

Label: SPV - Olivion
Genre: Gothic Metal/Rock
Erscheint: 26.08.2011

Die Österreicherin Sonja Kraushofer will es wissen. Nach Dark Electro mit L'âme Immortelle und düsterem Klassik mit Persephone hat sie mit Coma Divine ihren eigenen Weg zu einem harten Gitarrensound gefunden.

Musikerkollegen aus ihrem Umfeld bilden den Rest der neuen Band. Persephone-Cellist Martin Höfert, Asley Deyour, LÂI-Gitarrist und Frontmann von Whispers in the Shadow, sowie Wolfgang Luckner und Franz Heinrich Lirsch sind ihre musikalischen Begleiter. Mit "Dead End Circle" präsentiert die Formation nun ihr Debütalbum.

Coma Divine bringen ihren ganz eigenen Sound mit, der wohl großzügig zwischen Gothic, Metal und Rock einzuordnen ist. Metal trifft auf Neo-Klassik, melancholische Gitarren auf Breitseiten-Riffs, ungewöhnliche Arrangements auf eingängige Refrains. Bestimmendes Element aller Songs ist jedoch Sonja Kraushofers unverwechselbare Stimme.

Mit "Burn, Sister", dem Opener, zeigen die Musiker gleich zu Beginn, wohin die Reise geht. Dynamisch und rasant startet der Song, wird jäh im ruhigen Mittelteil mit zupfenden Gitarren unterbrochen, kehrt dann schnell zur Anfangsgeschwindigkeit zurück und endet in orchestralem Bombast.

"Rottenworld" beginnt ruhiger, steigert sich jedoch bald in brachialem Sound, während der Folgetrack  "The Odd One Out" Ausdruck von Zerrissenheit dokumentiert, der unerwartet und abrupt abbricht. Rockig und alternativ klingt "From Time To Time" und ist damit ein Song, der zum Bewegen und Tanzen animieren könnte, bevor mit der Ballade "Praice The Fallen" ein Ruhepunkt erreicht wird.

Viele klassische Aspekte sind in dem ebenfalls getrageneem Lied "Reason To Love" enthalten. Cello und Schlagzeug bestimmen anfangs das Stück, das sich in einem heftigen und riffigen Gitarrensound bis zum Schluss entwickelt. "About A Girl" ist fast schon eine vertonte Kurzgeschichte, in ungewöhnliche Rock-Melodie verpackt.

Im über achtminütigen finalen Stück "Dead End" zeigt Sonja Kraushofer noch einmal alle Fassetten ihrer Stimme. Vom Flüstergesang bis zum emotionalem Schrei reicht dabei ihre Bandbreite. Musikalisch wird diese psychedelische Reise in die Untiefen des menschlichen Seins von ruhigen mit Backgroundchor hinterlegten balladesken Gitarrensound bis hin zum gewaltigen Einsatz aller Instrumente geprägt. Die bestimmende Textzeile "Stay with me" ist gleichsam Motto und Message, die die Band an ihre Zuhörer weitergeben möchte.

Mit "Dead End Circle" gelingt Coma Devine eine bemerkenswerte Veröffentlichung mit eigener Note. Das Debütalbum ist bei Weitem nicht nur für Freunde Sonja Kraushofers interessant, sondern auch für alle, die auf gut gemachten rockigen und gitarrenlastigen Gothicsound stehen. Man darf auf weitere Songs der neuen Formation gespannt sein.

Trackliste
1. Burn, Sister
2. Rotten World
3. The Odd One Out
4. I Remember
5. From Time To Time
6. Praise The Fallen
7. Reason To Live
8. Secret Lover
9. Fast Lane
10. About A Girl
11. Dead End
12. Everything You Want (bonus track - iTunes only)

Zum Reinhören
Rotten World: www.youtube.com/watch?v=VMVu7gI2lbM
Burn, Sister: www.youtube.com/watch?v=6Gl8Mq3QRKc&feature=related

Band
Sonja Kraushofer: Vocals
Martin Höfert: Cello
Ashley Dayour: Gitarren
Wolfgang Luckner: Drums
Franz Heinrich Lirsch: Bassgitarre

Live on Stage
04.08.2011 Das Bett, Frankfurt
14.08.2011 M’era Luna 2011, Hildesheim

Weitere Infos
Homepage: www.coma-divine.com/temp/index.html
Myspace:  www.myspace.com/bandcomadivine
Facebook: www.facebook.com/pages/COMA-DIVINE/115341491810523

Vielen Dank an Hardbeat Promotion für die Bereitstellung des Rezensionsmaterials!