Konzerttipp

Krayenzeit - Harpyie
Krayenzeit
19.01.18 Das Bett – Frankfurt a.M.
20.01.18 Cotton Club – Kaiserslautern
26.01.18 LCB – Wuppertal 27.01.18 Logo – Hamburg 01.02.18 Nuke Club – Berlin 02.02.18 Hellraiser – Leipzig 03.02.18 LUX – Hannover

Redaktionslogin

Kalender

Zur Zeit sind keine Eintrge vorhanden!

Podcast

Podcast Feed
Markus Heitz: Kinder des Judas (Band 1) Drucken E-Mail
Geschrieben von: Cindy Loether   
Montag, den 07. Mai 2012 um 19:13 Uhr

Seiten: 720, TB
Verlag: Knaur
Genre: Fantasy/Horror/Thriller
ISBN-10: 3426637685
ISBN-13: 978-3426637685
Erschienen: 2009


Sie nennt sich Sia Sarkowitz. Doch eigentlich ist das nur einer der vielen Namen, die sie besitzt und bis in unsere Zeit trägt. Sie lebt in Leipzig und bewacht diejenigen, welche von ihrer Familie übrig geblieben sind. Ihre Schützlinge ahnen nichts von ihrer Existenz. Sie wissen nichts von dem Fluch, der über ihnen droht und der Sia zu einer untoten Blutsaugerin machte.


Den Storyrahmen in der Gegenwart bildet das Gespräch zwischen Sia und einem kleinen Mädchen, das im Sterben liegt. Der Tod der Kleinen veranlasst sie dazu, über ihre Vergangenheit nachzudenken, die in Rückblenden dargestellt wird. Diese beginnt ein Vierteljahrtausend zuvor im Osmanischen Reich, als Sia noch Jitka war.

Judastochter Scylla

Als ärmliche Waise trifft Jitka auf ihren tot geglaubten Vater. Der mysteriöse Baron nimmt das Mädchen zu sich in eine alte Mühle, die mit einigen Geheimnissen aufwarten kann. Nach und nach führt Karol Illicz seine Tochter, die sich nun Scylla nennt, in geheime Wissenschaften ein. Sie forschen und kämpfen gegen Upire, die den Menschen das Blut rauben. Scylla ahnt, dass der Baron sie auf etwas vorbereitet. Kämpft er doch selbst gegen die Wesen, die den Menschen schaden können, outet sich ihr Vater schließlich als einer der ihren. Als Kind des Judas ist er zu ewigem Leben verdammt und begierig nach Blut. Nach ihrem menschlichen Tod wird auch Scylla zu einem Kind Judas werden, und dieser trifft schon bald ein.

So beginnt ihr untotes Dasein, das überraschend lange andauert, denn Scylla ist etwas Besonderes. Intrigen um Macht lassen die Vampirin nach Westen fliehen, nach Leipzig. Doch auch hier als Sia kann sie dem, was sie ist, nicht entkommen. Als ihr Bruder Marek unerwartet in Leipzig auftaucht und ihr dortiges Leben bedroht, muss sie sich ihrer blutigen Vergangenheit stellen …

Kein seichtes Drumherum

Autor Markus Heitz verzichtet auf unnötigen Schnickschnack und konzentriert sich auf das Wesentliche, was dazu führt, dass die Geschichte in sich geschlossen ist. Er schafft es, den roten Faden gespannt zu halten und nebenbei Informationen einfließen zu lassen, ohne dass er sich in Nebensächlichkeiten verrennt.

Vampirmythos, Geschichte und das Hier und Heute in einer fesselnden Story vereint

Obwohl es bereits unzählige Ansätze gibt, kreiert er etwas Neues im Vampiruniversum. Kein glitzernder Schönling ragt empor und auch kein seichter depressiver Südstaatler, der seiner Zeit als Plantagenbesitzer nachtrauert, sind zu finden. Nicht einmal ansatzweise.

Bei Heitz sind Vampire, was sie nun einmal sind: hungrige Blutsauger, über Jahrhunderte hinweg nachtragend. Sie lassen kein Opfer am Leben oder verlieben sich in eines.

Dabei erzählt der Autor fließend in einer angenehmen Sprache. Mit seinem Sinn für leichte, ironische, heitere Wortspiele macht er diesen düsteren Fantasy-Horror-Roman zu etwas Besonderem. Da will man mehr. Da braucht man mehr. Und die Trilogie bietet mehr.


Auch als Kindle Edition (Verlag Knaur eBook) erhältlich, inklusive Interview mit Markus Heitz