Konzerttipp

Mono Inc. - Welcome To Hell
Mono Inc.
30.10. Erfurt - Stadtgarten; 31.10. Frankfurt - Batschkapp; 01.11. Würzburg - Posthalle; 02.11. Nürnberg - Hirsch; 03.11. München - Backstage; 04.11. Saarbrucken - Garage; 08.11. Karlsruhe - Substage; 09.11. Pratteln - Z7; 10.11. Stuttgart - Im Wizemann; 15.11. Osnabrück - Rosenhof; 16.11. Hannover - Musikzentrum; 17.11. Leipzig - Haus Auensee; 23.11. Berlin - Huxley; 24.11. Hamburg - Markthalle

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27. Wave-Gotik-Treffen 2018 in Leipzig – Höhepunkt der schwarzen Subkultur - Seite 3 Drucken E-Mail
Geschrieben von: Wolfgang Hesse   
Montag, den 04. Juni 2018 um 00:00 Uhr
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27. Wave-Gotik-Treffen 2018 in Leipzig – Höhepunkt der schwarzen Subkultur
Private Atmosphäre beim Victorian Village
Formalin, Sulpher, Mercury's Antennae, Die Kammer und Schandmaul begeistern am Freitag
Kleines Festival der elektronischen Musik im NONTOX
Hekate, Qntal, Oomph, Front Line Assembly und Wardruna begeistern am Samstag
Konzert in der Kirchenruine Wachau und Pfingstgottesdienst in der Peterskirche
Then Come Silence und Zeraphine begeistern am Sonntag im Westbad
Ausstellungen und Lesungen beim WGT – eine willkommene Abwechslung
Cold Storm, Kaizer, Traumtaenzer, Oberer Totpunkt und Illuminate begeistern am letzten Festivaltag
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Die Bands am WGT-Freitag

Zurück zum ersten Tag des WGT. Natürlich stehen die Szenebands selbstverständlich im Mittelpunkt des alljährlichen Treffens. So war es auch in diesem Jahr wieder schwer, zumindest seine persönlichen Höhepunkte zusammenzustellen. Derweilen spielten Lieblingsbands zeitgleich an verschiedenen Orten Leipzigs.

© Wolfgang Hesse© Wolfgang Hesse








Einige Konzertlokationen sind in diesem Jahr weggefallen, teilweise wegen Renovierung oder ungünstigen Konditionen. Neu dabei war dieses Mal unter anderen das Westbad. Hier eröffnete Formalin quasi das WGT 2018.
Das Berliner Duo hat sich der elektronischen Musik verschrieben. Es ist eine Mischung aus Industrial, IDM und Elektro. Sie wollen mit ihrem Sound beweisen, wie "modern, harte elektronische Musik sein kann" und nennen das Ganze "Berlin City Industrial". Im Westbad präsentieren sie eine dynamische energiegeladene Show, beeindruckend visionell.
Es folgte eine sehr interessante britische Band, die beinahe bei vielen unbetrachtet geblieben wäre. Dank eines Hinweises vom Management von Sulpher wurden viele darauf aufmerksam. Gitarrist Rob Holliday und Schlagzeuger Steve Monti sind in der britischen Indie-Rock-Szene keine Unbekannten. Hollyday spielte bei Marylin Manson und The Prodogy. Vor der Bandgründung gab es zudem Berührungen mit The Mission, Gary Newman oder The Jesus and the Mary Chain. Geboten wurde erstklassiger Indierock mit düsteren Ausprägungen, eben melancholische Härte. Interessant ist vielleicht noch zu erwähnen, dass das neue Album "No One Will Ever Know" am 31. August 2018 erscheint. Das Video zur ersten Single "Take A Long Hard Look" kann hier (https://youtu.be/TNMJC4pU-RM) über Youtube angeschaut werden. Dieser Song war übrigens auch im Westbad zu hören.

© Wolfgang Hesse© Wolfgang Hesse








Das Schauspielhaus gehört seit eh und je zu den interessantesten Konzertlokationen beim WGT. Hier geben sich international renommierte Bands quasi die Klinke in die Hand. Lange Reihen vor dem Schauspielhaus zeigen des Öfteren, dass diese Bands bei vielen Besuchern auf der Favoritenliste stehen. So mancher musste auch in diesem Jahr auf den einen oder anderen Event aufgrund von Überfüllung verzichten. Jedoch nicht am Freitag. Hier war das amerikanische Trio Mercury's Antennae aus Portland, Oregan zu erleben. Sie gastierten das erste Mal in Europa und dann gleich auf dem WGT. Geprägt wird die Musik von Sängerin Dru Allen, Bassistin Cindy Coulter und Multiinstrumentalisten Erick R. Scheid. Der Sound bewegt sich von ätherischem Rock bis hin zu archaischen Klangüberlieferungen und moderner Elektronik.
Ebenso entspannt konnten die Besucher dem anschließenden Auftritt von "Die Kammer" genießen. In voller Besetzung gab es ein Feuerwerk an alternativer Musik. Der Gründer von "Chamber", dem nicht mehr existierenden schwarzen Kammerorchesters, Marcus Testony und Matthias Ambre (ex. ASP) spielen teilweise in der Minimalbesetzung als Duo oder mit Streichern, Klangwerk und Tuba. In beiden Fällen überzeugt der Sound von Die Kammer. Die Lieder sind kleine filigrane Pop-Kunstwerke, die gelegentlich von Schwermut gekennzeichnet sind. Meist sind es morbide Geschichten über den Tod, das Leben und alles dazwischen. Zu erwähnen sei vielleicht, dass Benni Cellini (Letzte Instanz) die Streichergruppe mit seinem Cello unterstützte.


© Wolfgang HesseAls Höhepunkt in der größten Musikhalle des WGT, der Agra Halle, erwies sich am ersten Festivaltag Schandmaul. Die Musiker begeistern mittlerweile schon 20 Jahre und haben unzählige Songs der Mittelalterrockszene geprägt. Leider nicht ganz fit, wie Fontmann Thomas Lindner zu Beginn mitteilte, war seine Angeschlagenheit während des Konzertes dennoch nicht sichtbar. Präsentiert wurden Höhepunkte des Schaffens aus 20 Jahren. Von zarten Balladen wie Lichtblick bis zu mitreißenden Liedern von Drachentöter bis Vogelfrei und letztendlich die Geschichte von der Walpurgisnacht.
Leider musste aus gesundheitlichen Gründen das Open Air Konzert von Schandmaul im Heidnischen Dorf, zwei Tage später, ausfallen. Daher folgender Tipp. Für alle, die das komplette Schaffen der Band "fast" vollständig hören möchten, sei der 16. November genannt. An diesem Tag gibt es in der LANXESS Arena in Köln ein großes Jubiläumskonzert zum 20. Geburtstag der Band Schandmaul. Mit dabei unter anderen, Saltatio Mortis und Fiddlers Green.